Nähen ist das richtige Tun

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Es sieht so aus, als hätte ich die Näherei aufgegeben. Und wenn ich daran denke, wie gerne ich nähen würde und einfach keine Zeit finde, dann kommt es mir selbst so vor. Als hätte ich aufgegeben. Das ist natürlich nicht wahr.

Im Gegenteil, eigentlich war ich die letzten Monate sehr fleissig und werde Euch nach verlängerter Sommerpause meinen schönen Stücke peu à  peu vorstellen. Bis die Nice, mate!-Fotografin alles ins beste Licht gerückt hat, könnten wir vielleicht etwas darüber meditieren, warum das Nähen so zufrieden macht.

Nähen ist das richtige Tun für ungeduldige Leute. Ein ungeduldiger Mensch kann sich jetzt wohl nicht vorstellen, warum er in seiner knapp bemessenen Zeit auch noch ein Schnittmuster abpausen, ausschneiden, abändern, auf den Stoff legen, denselben ausschneiden und in nicht enden wollenden Schritten zusammenfügen soll.

Doch diejenigen Ungeduldigen, die lebensnotwendig mit ihren Händen etwas basteln müssen, sind mit Nähen gut bedient. Je nach Projekt und Können, hat man eben doch in absehbarer Zeit ein eigenes Stück geschaffen. Dabei kann man werkeln und machen und kreativ sein soviel man möchte oder auch nicht. Es kommt etwas dabei heraus.

Das ist genau mein Ding. Wenn ich nähe, kann ich etwas Kreatives tun. Ich kann kreativ sein, ich kann tun und nicht zuletzt ich kann in Stoffen ertrinken.

Hier findet meine Meditation ihr Ende und zugleich einen neuen Anfang. Was ist das bloss mit den Stoffen??