Déjà-vu

IMG_0356

 

Eine Frau muss tun, was eine Frau tun muss! In meinem Fall ist es das Jäckchen/ der Blouson 102 aus der burdastyle 6/2012 nähen. Seit das Heft erschienen ist, möchte ich das Jäckchen haben. Das sind immerhin 4 Jahre. X Male habe ich es mir wieder angeschaut und mir mit diesem und jenem Stoff vorgestellt. In der burdastyle haben sie einen grauen, glitzernden Jersey für den Schnitt verwendet. Dieser Stoff ist natürlich toll, weil er so schön mit dem sportlichen Schnitt kontrastiert. Der Schnitt ist eigentlich der einer 70er-Jahre Trainingsjacke. (Man sieht die Kniebeugen mit förmlich vor sich.) Ich wollte immer so ein sportliches Teil für „Schön“ haben.

Wiedermal ist dieses Jäckchen in meinem Kopf herumgegeistert und ich habe mir überlegt, wie mein Stoff dafür denn idealerweise sein müsste. Entweder sollte das der Originalstoff sein oder ein schwarzer, glitzernder oder glänzender Jersey. Ich habe sogar vom fertigen Jäckchen geträumt

Wenige Tage später gehe ich also in meinen Lieblingsstoffladen und stehe vor einem Ballen ebendieses Stoffes. Ich sage zur Verkäuferin, dass ich den Stoff haben muss, weil ich davon geträumt habe. Sie guckt mich an, man kann sich vorstellen wie.

Am nächsten Tag habe ich das Jäckchen genäht – ist ein super einfacher Schnitt – und noch am gleichen Abend ausgeführt. Besser kann es nicht kommen im Leben der Hobbynäherin.

Technisch muss ich noch dazu sagen, dass so etwas mit der Overlock-Maschine perfekt gelingt. Beim Tragen sieht man ständig die Nähte und wenn die sich nicht unter einem armseligen Zick-Zack-Stich wellen und fransen, macht das schon mehr her. Es geht auch schneller.

Wirklich gelungen finde ich das Foto zum Ding. Der metallisch glänzende Stoff fliesst über das Wellblech in der Sonne, als würde der Stoff schmelzen. Das ist ein Super Shot, Fotografin.

Autor: Nice, mate!

Neulich erwache ich in dieser DIY-Wolke, sie ist riesig! Ich staune, denn ich habe als Teenager zu nähen begonnen, aber damals machte ich keine grosse Sache daraus. Selber etwas zu machen, war eher spiessig. Eigentlich wollte ich nur Kleider, die nicht jeder hat und denen man mein Taschengeld nicht ansieht. Heute, nach Studium, Nachdiplomstudium und drei Kindern, nähe ich immer noch. Aus genau den gleichen Gründen, und weil ich einfach Freude daran habe. Nähen ist für mich ein meditativer Moment. Ich kann hochkonzentriert etwas für mich anfertigen. Jedes Stück macht mich glücklich, auch wenn es untragbar ist, aber ich habe dabei etwas gelernt. Und Nähen ist derzeit unglaublich in. Gut, dass ich es schon kann!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s