Zuerst war der Stoff, …

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…dann kam das „schnittchen“.

Vom Stoff habe ich bereits geschrieben, es ist der wunderbare Chambray mit den goldenen Ananas. „anana’s fabric“ heisst er übrigens. Was also sollte ich mit diesem Stoff machen, damit er wirklich zur Geltung kommt und seine Würde nicht verliert.

Hier ein kleiner Exkurs: Leider habe ich schon öfters erlebt, dass ein Stoff, der in grosser Fläche und voller Pracht vor einem liegt, den falschen Schnitt bekommt. Ist er nach dem falschen Schnittmuster verarbeitet, kann man nicht glauben, dass man wochenlang kaum wagte, das edle Gewebe anzufassen, geschweige denn zu zerschneiden.

Damit diese Katastrophe auf keinen Fall eintritt, flippte ich also durch tausende online-Schnittmuster, überlegte lange, wühlte in meinem Fundus – und da lag er schon: Das „Schnittmuster Kleid Tanja“ von „schnittchen“ aus München. In besagtem Fundus gibt es zwar einige „schnittchen“ Schnittmuster, aber ich hatte noch nie danach genäht.

Die Schnittmuster habe ich mir einmal angeschafft, weil mir der Stil dieser Kleider gefällt. Sie sind einfach, cool, zeitgemäss zeitlos, etwas ganz Eigenes, aber auf ruhige Art.

Ich habe mir also ein Herz genommen und die Anleitung befolgt, die scharfe Schere geholt usw. Aber was rede ich. Es war sehr einfach, ich konnte das Kleid schnell und ohne Missverständnisse nähen, es war ein Erfolg auf der ganzen Linie.

Das war alles anfangs des vergehenden Winters. Jetzt jedenfalls freue ich mich sehr darauf, das gute Stück an heissen Tagen auszuführen.

Autor: Nice, mate!

Neulich erwache ich in dieser DIY-Wolke, sie ist riesig! Ich staune, denn ich habe als Teenager zu nähen begonnen, aber damals machte ich keine grosse Sache daraus. Selber etwas zu machen, war eher spiessig. Eigentlich wollte ich nur Kleider, die nicht jeder hat und denen man mein Taschengeld nicht ansieht. Heute, nach Studium, Nachdiplomstudium und drei Kindern, nähe ich immer noch. Aus genau den gleichen Gründen, und weil ich einfach Freude daran habe. Nähen ist für mich ein meditativer Moment. Ich kann hochkonzentriert etwas für mich anfertigen. Jedes Stück macht mich glücklich, auch wenn es untragbar ist, aber ich habe dabei etwas gelernt. Und Nähen ist derzeit unglaublich in. Gut, dass ich es schon kann!

2 Kommentare zu „Zuerst war der Stoff, …“

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